Laurentius RAINER

Über mich

Laurentius Michael Eugen RAINER

1982 inmitten einer 10-köpfigen Familie geboren;
erhielt ab dem 8. Lebensjahr bei den Wiener Sängerknaben Stimmbildung;
diplomierte nach Abschluss der HTL (2002) im Konzertfach Jazz-Gesang (2008), sowie Montessori-Pädagogik (2011) und als Bergwanderführer (2017);

sammelte umfassend Selbsterfahrung und beschäftigte sich als vielseitiger Autodidakt mit diversen Instrumenten, Schauspiel und Tanz, sowie rund 20 Jahre lang mit polyphonem Obertongesang, Jodeln, Improvisation und Kunstpfeifen;
Solistisch zu sehen und zu hören war er u.a. im Dschungel Wien, im Wiener Kammerchor und in der Neuen Oper Wien, sowie im Rahmen eigener Bandprojekte und mit international erfolgreichen MusikerInnen diverser Genres, auf der Bühne und vor der Kamera;
unterrichtete bereits namhafte KünstlerInnen, sowie in verschiedenen Institutionen (u.a. an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) und begleitete in therapeutischen Kooperationen;

gibt aktuell Privatunterricht, hält Workshops und Kurse für alle Altersstufen rund um die Stimme und Selbstentfaltung, realisiert verschiedenste künstlerische Aufträge und gestaltet mit seiner Babička Kontra-Kytara Konzerte in den Bereichen Jazz & Pop, Eigenkompositionen & Mashups, Improvisation & Meditation, und Wienerlied & internationale Volksmusik.

Ich, schrag am Toten Gebirge

 

Mein ErfahrungsschatzAlpendepp

20 Jahre westl. polyphoner Obertongesang,
18 Jahre Jodeln,
13 Jahre wöchentlich mehrfache Profi-Chorerfahrung,
12 Jahre wöchentlicher Gesangsunterricht,
14 Jahre pädagogische Tätigkeit für alle Altersgruppen (zwischen 5 und 97),
  8 Jahre (Jazz-, Pop-, Rock-, Metall- & Volksmusik-) Band-Erfahrung
  6 Jahre Jazz-Gesangsstudium,

  6 Jahre kinesiologische Selbsterfahrung
  6 Jahre tägliche Yoga- & Körperarbeit und
  4 Jahre wöchentliches Tanztraining (klassisch, Improvisation, Steppen & Salsa)

sowie unzählige Engagements in Oper, Theater, Film und interdisziplinärer Kunst …

 

Über meine Arbeit

Über meinen Weg


Immer mehr wird mir das weitreichende Potential meiner langjährigen und erfüllenden Beschäftigung mit der Stimme bewusst, die ich bereits im Alter von 8 Jahren begann. In dem selben Alter wollte ich eigentlich Psychotherapeut werden, da mir damals klar wurde, wohl so am besten verstehen zu lernen, warum Menschen so handeln wie sie es oft tun, obwohl es spürbar war, dass sie sich lieber anders verhalten wollen würden.
Mein WegAls Legastheniker, dem als solcher das Lesen und Schreiben vom aller ersten Moment an grundlegendst verleidet wurde, bin ich wohl zum Glück einen anderen und vermutlich einem wesentlich ganzheitlicheren Weg gegangen:


Den Weg der Musik!

 

Über meine Arbeit



Dieser wundervolle Weg, stets untrennbar begleitet von meiner Stimme und ihrem Instrument, meinem gesamten Körper und damit auch begleitet von diverser Atem-, Energie- und Körperarbeit, Tanz, Sozial- und Naturerlebens … hat mich zuverlässig durch schwere Zeiten und bis in höchste höhen der Lebensfreude und tiefster Rührung geführt.
Das unglaublich reichhaltige Geschenk, dass ich mit diesem Weg der Musik verbinde, möchte ich nun mit so vielen Menschen wie möglich teilen. In diesem Sinne begreife ich mich als bedürfnisorientierter Begleiter in der individuellen Klangentfaltung des vielschichtigsten Instruments „Mensch“ und damit bei der erfüllten Menschwerdung als Mitschöpfer und Mitgestalter des Paradieses, in dem wir leben dürfen. 
Denn – was wäre, wenn die Vögel nicht sängen? Und wir nicht sängen? Die Welt ohne Musik?? 
So möchte ich ein begeisterter Vermittler von Gesang, Musik und Kunst innerhalb ihres natürlichen Selbstzwecks sein und gestalte darum mein pädagogisches Konzept stets wertschätzend, erfragend, stärkend und Autonomie fördernd und in Gruppen bewusst leistungs-, generationen- und herkunftsintegrativ.
Und da es wirklich jedem Mensch möglich sein soll, diese meine Arbeit zu genießen, begann ich zunächst mein gesamtes Angebot auf freier Spendenbasis zu offerieren. Als mich meine Schüler und Klienten jedoch mit Nachdruck aufzufordern begannen, meinen tatsächlichen Wert auch monetär genau darlegen können zu müssen, entstanden zu den klaren Preisen sukzessive eine Vielzahl an Verbilligungsmöglichkeiten, um meinem Vorsatz treu zu bleiben. Diese und die dazugehörenden Regeln, die die Wertschätzung etc. sichern sollen sind unter den Veranstaltungs-AGBs nachlesbar.

Feedback

Kunden und Kollegen über meine Arbeit

Galeristin und Tonfeld-Therapeutin Denise Narick (www.nuu.at)
Leidenschaftlich zaubert der Stimmvirtuose, weit ab von jeglichem Leistungsdruck, Freude in die Herzen und lebendige Klänge sowie zünftige Schnaggler in die Kehlen. Trotz unterschiedlichster Vorkenntnisse eines jeden, begeistert er seine TeilnehmerInnen, sich selbst in ihren ganz persönlichen nächsten Schritten lustvoll zu fordern.

Bettina Eichinger
ich finde das supertoll, was du alles machst

Künstlerin und Bäurin Eva Maria Warmuth (www.eva-warmuth.de)
es war sehr schön mit dir zu jodeln. Du hast Recht, inzwischen begleiten mich die Jodler den ganzen Tag als Ohrwürmer. Es tut sehr gut ab und zu im Alltag zu jodeln. Gleich als wir Zuhause angekommen sind haben wir in den Sonnenuntergang gejodelt und die Ziegen und Schafe auf der Weide sind ganz neugierig heran gekommen, um uns zu hören. Schön, wie viel Raum wir mit dir hatten für Eigenes und Gemeinsames. Danke für die schöne Zeit und für die schönen Jodler. Wir wollen Dich gerne nochmal buchen, dann vielleicht hier bei uns in der Rhön.

Grinberg-Therapeutin und Musikerin Jenny Hellenschmidt (wotutsweh.at)
Das Jodeln hab ich sehr genossen – authentisch und spassig!

Geschäftsführerin Mag.a Susanna Kuncic (www.oesb.at)
Deine Angebote sind wunderbar und verlockend. Ich leite sie allen weiter – mit Empfehlung – die am Singen interessiert sind.

Leitende Physiotherapeutin Karin Felsberger (www.kh-herzjesu.at)
Seit 2 Jahren jodeln wir jetzt gemeinsam und nicht nur, dass wir immer viel Spaß haben! Unermüdlich bringt uns Laurentius neue Jodler, aber auch wunderschöne mehrstimmige Lieder bei… und das immer in der Natur oder bei einem netten Heurigen. Ich freu mich schon auf Oktober!

Hr. Blazek
DU BIST EIN JASS!!!

Apotheker Mag. Christoph Siersch (www.friedrichsapotheke.at)
nochmals vielen Dank für die freundliche Aufnahme in Eurer Jodl-Gruppe und die gemütliche Herbstwanderung im schönen Wienerwald.
Es hat mir echt viel Spaß gemacht und ich war überrascht, dass es doch so irgendwie funktioniert.

3-Kräfte Schamane Klemens Robe (www.rhubinihus.at)
absolut zu empfehlen – Laurentius Rainer ist mein obertongesang-held!

Andrea Wogrin (www.pensionsversicherung.at)
es war wunderschön, wir haben viel  gesungen, sogar bis 10 in der nacht, es waren lauter so liebe menschen, nette und lustige geschichten, angenehme wanderungen und natürlich auch ein erlebnispfad, der dir einen schuh auszog. ich hab meine gleich weggeschmißen. nur merlin schwebte in joggaschritten über den sumpfweg.  einfach ein gelungenes jodelwochenende.

3-Kräfte Schamane Klemens Robe (über DIALOGISCHE SPIE(GE)L- & STIMM(UNGS)BILDER)
ihr macht wunderbare arbeit… ich wünsch euch viele teilnehmer und viel erfolg!

werdende Musik- & Tanzpädagogin Regina Warmuth
ein rießen Dankeschön für unser gemeinsames Jodeln im Sommer. Immer wieder höre ich jemanden im Haus fröhlich umher jodeln und mir erscheinen die Berge vor dem inneren Auge wenn ich anfange zu singen.
Deine offene, fröhliche Art und dein vieles Hintergrundwissen macht das lernen einfach und rund.

Kostümbildnerin & Kräuterpädagogin Anna-Miriam JusselMenschen die verzaubern

Über das mannigfache Potential des Gesangs

Über das mannigfache Potential des Gesangs

Musik und im Speziellen das Singen hat, immer bekannter werdender Weise, eine erstaunlich stark energetisch harmonisierende Wirkung und stimuliert regelrecht Glückshormon-Cocktails bereits bei alleine singenden Personen, was als gesundheitsfördernd und lebensverlängernd einzustufen ist, sowie Stress und Angst mindert. In der Gruppe singend verstärkt sich diese Wirkung und zusätzlich werden Bindungs- und Zuneigungshormone ausgeschüttet.
Der Klang dient über die Sprache hinaus als subtiler Transmitter für die seelische Befindlichkeit und die Spiegelneuronen arbeiten auf Hochtouren, wodurch gemeinsames Singen ein beglückend wohlwollendes einander Wahrnehmen und friedliches Miteinander fördert.
Kein Wunder also, dass sich gleich nach Alkohol und noch vor Natur-Incentiv, Klang (leider bislang vermehrt nur mit Trommeln) zu den erfolgreichsten Teamentwicklung-Tools reiht und Singende Spitäler, Musiktherapie, Singgruppen, sowie Mantren-Singen und Mitsingkonzerte so florieren.

Die vergangenen 25 Jahre haben mich und meine Stimme durch die unterschiedlichsten musikalischen Genre geführt (Klassik, Pop, Rock, Metal, Jazz, Blues, Soul) und mich schließlich folgende, noch wenig populäre aber umso kostbarere Perlen finden lassen:

Gesangsimprovisation – die Kompositionskunst des Augenblicks,
Obertongesang – die verborgenen Klangwelten jedes einzelnen Tones und
Jodeln – meiner (unserer) Ahnen erdig-luftiger Ausdruck des Moments „Ich bin & Wir sind“

Neben dem spezifischen Potential, dieser drei Gesangsstile, auf die ich gleich tiefer eingehen möchte, weisen alle drei den Vorteil auf, sich eher weniger über Noten zu erschließen. Dafür fordern sie uns mitunter darin, unser Hören, Artikulieren und Partizipieren, sprich einige unserer Handlungsmuster, neu zu organisieren.
Neues Potential spielerisch kennenzulernen und zu fördern, sowie das lebenslange Vergnügen am eigenen Scheitern, erhält und fördert die Beweglichkeit, das Lernvermögen und die Jugendlichkeit.
Somit bietet sich die Möglichkeit die im Berufsalltag sehr gefragte Skills analog zu lernen, welche stark zu Persönlichkeitsfestigung, gestärktem Auftreten und bewusster Selbstdarstellung beitragen.

Das gemeinsame Musizieren grundsätzlich, lehrt die Paradoxien Demut & Verantwortung, Spannung & Loslassen und die Einsicht gleichzeitig verschwindend unwichtig und doch der zentralste Schöpfer der eigenen Welt zu sein. So können sich Individuen für ein harmonisches Miteinander stärken, trotz großer Individualität, Emanzipierung oder Autarkie.

 

Über das durchwegs alltagsnützliche Potential meiner 3 Lieblingsgesangsstile

Die Gesangsimprovisation stärkt vor allem den Mut zur spontanen Expression. Im Spannungsfeld von Individualität und Anpassungsfähigkeit nährt sie die Kreativität, schult auf vielen Ebenen spielerisch Kommunikationskompetenzen, Ausdrucksfähigkeit sowie Wirkungsbewusstsein und trainiert Präsenz für den gegenwärtigen Moment, die Achtsamkeit und Wachsamkeit vieler Sinne.
Musikalische Qualifikationen, wie Tongedächtnis, intuitives Verständnis für Melodik, Harmonik und Rhythmik sind neben der wachsenden Freiheit innerhalb gegebener Rahmenstrukturen (welche analog dazu im Alltag ihre Farblosigkeit und Enge verlieren) ein auf der Hand liegender Gewinn.

Das Jodeln ist für mich nicht einfach nur „Jodeln“, sondern befreit und belebt ebenfalls den ungehemmten Ausdruck authentischer Gefühle durch das Wegfallen jeglicher inhaltlicher Vorgaben, der sonst im Gesang fast immer vorhandenen Texte. Was auch immer man jetzt gerade zum Ausdruck bringen will oder loswerden muss, tritt gejodelt auf reizvoll harmonische Weise zutage und fördert damit die Versöhnung mit dem eigenen Empfinden in seiner Ambivalenz, sowie die liebevolle Selbstwahrnehmung und -annahme.
Zudem fordert es – fantastisch gendergerecht – sich in den jeweils weniger gewohnten Stimmbereich einzufühlen. Rein musikalisch wiederum, erweitert dies das Spielfeld des nutzbaren Stimmumfangs und schult den gekonnten Registerwechsel, die Mischstimme und geschmackvolles Nuancieren zwischen „Schrei-“ und „Wohlgesang“, sowie die exakte Intonation großer, gebundener Tonsprünge.
Jodeln ist im Grunde ein leistungsferner, verbindender Kreisgesang auf Augenhöhe, der trotz starker Agogik (= dynamische Tempogestaltung) ohne Dirigent, unmittelbar durch die achtsame Demokratie der Kommunikation von Angesicht zu Angesicht, gleichermaßen von allen aktiv singenden Personen gestaltet wird.

Der Obertongesang ermöglicht die fundamentale Entdeckung, dass ein einzelner Ton nicht mehr länger nur ein einzelner Ton alleine ist. Tatsächlich bringen wir beim Sprechen und Singen ganze Akkorde von Teiltönen zum Klingen, was sich meist nur unserer Wahrnehmung entzieht. Diese Reise in die Tiefen der eigenen Stimme und durch die gewöhnlichen Vokale hindurch, lässt ein riesiges „Planetensystem“ an Teiltönen in jedem einzelnen gesungenen Ton entdecken, das lang verborgen plötzlich aus dem persönlichen Klangkosmos hervor glitzert. Diese spür- und hörbare Erfahrung am eigenen Leib, bietet einen interdisziplinären Diskurs durch die Wissenschaft, Philosophie und Kunst, der den Blick auf die Welt um Lichtjahre zu erweitern vermag. So wird man vielleicht bald in Schulbüchern lesen können, dass wohl nichts genau so ist, wie man es die längste Zeit „für wahr nahm“ und dass die trefflichste Beschreibung der Erde weder ein flacher noch runder Festkörper ist, sondern Klang. (Vgl. diverse Forschungen seit dem 15. Jh., die Joachim Ernst Berendt in: „Die Welt ist Klang“ zusammenfasst.)
In Kontemplation, die im Alltag ohne „Aufhänger“ und Rahmen oft schwer zu pflegen ist, vollzieht sich zudem die Entdeckung, der meist recht unbewussten Fähigkeiten, der Zunge als Teil eines faszinierenden und lebenszentralen Multifunktionsventils – der Kehle, die mit einzelnen Frequenzen ebenso spielen kann, wie die Hand mit einem Smartphone. Dadurch wachsen Artikulations- und Resonanzfähigkeit, sowie stimmliche, wie personelle Präsenz. Durch die erhöhte Aufmerksamkeit auf den spürbaren Anteil des Stimmklangs im gesamten Körper, verbessern sich Selbstwahrnehmung, Körperbewusstsein und die unzähligen, damit einhergehenden Fähigkeiten. Als krönende Besonderheit fällt darunter das Multitasking von Wahrnehmung, Betreuung und kontrollierter Gestaltung zweier gezielter und variabler Töne zugleich.